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Tipps zum Steinpilze sammeln im Herbst

Abgelegt unter Tipps & Tricks by Steffen Müller am 21. November 2012

Pilze im HerbstDer Steinpilz, welcher auch Herrenpilz genannt wird, zählt zu den wertvollsten Delikatessen, die man kostenlos in der Natur finden kann. Wenn man weiß auf welche Signale man zu achten hat, kann man Steinpilze oft massenweise in Wäldern finden. Diese Pilzssorte lässt sich nicht züchten und kultivieren. Er wächst vorzugsweise in Wäldern und ist recht eigenwillig. Hat man erst einmal eine gute Stelle gefunden, heißt das noch lange nicht, dass man auch im folgenden Jahr an der gleichen Stelle wieder welche finden kann. Das macht den Pilz ein Stück weit unberechenbar. Denn kein Jahr ist wie das andere. Das schlägt sich auch im Verkaufspreis nieder.

Der Steinpilz und die Verwechslungsgefahren

Der Steinpilz wird sehr hoch gehandelt. Bis zu 40 Euro können für Steinpilze verlangt werden. Der Steinpilz zeichnet sich durch einen sehr dicken Stamm und einen vergleichsweise kleinen Hut aus. Er hat einen intensiven und leckeren Geruch. Er gehört zu der Gattung der Dickröhrlinge lateinisch Boletus. Der Name Röhrling ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Man kann ihn leicht von den Lammellen-Pilzen unterscheiden indem man sich die Hut-Unterseite genau ansieht. Denn im Gegensatz zu den Lammelen Pilzen, wie beispielsweise der Champignon, hat der Steinpilz einen Schwamm (Röhren). Obwohl man ihn leicht von anderen Arten unterscheiden kann gibt es doch auch Verwechslungsgefahren. Da gibt es den Satanspilz und den Gallenröhrling. Beide Pilze gehören ebenfalls wie der Steinpilz zu der Gattung der Dickröhrlinge. Beide dürfen nicht gegessen werden und verursachen unter anderem, heftige Vergiftungserscheinungen. Mit einer Pilzvergiftung ist nicht zu spaßen und muss sofort ärztlich behandelt werden.

Der Satanspilz

Im Gegensatz zum Steinpilz hat er keinen weißen Stamm sondern einen roten und er besitzt ein orangefarbenes Netz das den ganzen Stamm überzieht. Die Unterseite des Huts, also der Schwamm, ist ebenfalls rot gefärbt und er hat eine weiße Hutoberseite. In jungen Jahren besteht tatsächlich auch eine Verwechslungsgefahr. Denn sowohl der Steinpilz als auch der Stanspilz können hin und wieder auch mal rein weiß daherkommen. Die Pilze verfärben sich meist erst im Alter und wandeln sich, in ihr typisches Aussehen.

Der Gallenröhrling

Dieser Pilz der auch Gemeiner Gallenröhrling genannt wird, sieht dem Steinpilz zum Verwechseln ähnlich! Er hat nur im Gegensatz zum Steinpilz einen extrem bitteren Geschmack, so dass man ihn leicht unterscheiden kann. Dazu muss man nur die Zungenspitze an die Schnittstelle halten. Schmeckt es süßlich ist alles in Ordnung. Wird es auf der Zunge schnell sehr bitter und scharf, hat man einen Gallenröhrling gefunden. Das gemeine an diesem Pilz ist, dass er ungenießbar ist. Ein kleines Stück reicht aus, um das ganze Pilzgericht ungenießbar werden zu lassen.

Steinpilze suchen

Wer Pilze sammeln möchte, sollte das im Herbst tun. Denn, neigt sich das Jahr dem Ende hin, werden die Tage kürzer, die Temperatur sinkt und in der Regel ist es auch wieder feuchter. Das sind die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Pilze finden. Der Steinpilz wächst am liebsten in Mischwäldern und geht eine Symbiose mit unterschiedlichen Baumarten ein. Dazu zählen: Birken, Kiefern, Fichten, Eichen und viele andere mehr. Oftmals ist der sehr prägnante Fliegenpilz ein sicheres Indiz auf Steinpilze. Die beiden Pilzsorten brauchen ähnliche Bedingungen und wachsen nicht selten dicht beisammen.

Steinpilze zubereiten

Waldpilze sollten mindestens 15 Minuten lang gegart werden, damit sie gut vertragen werden. Sie liegen vielen Menschen schwer im Bauch und müssen gründlich gekaut werden, damit sie nicht zu Bauchschmerzen führen. Hat man mehr gefunden, als man auf einmal essen kann, lassen sich die Pilze auch konservieren.

Einfrieren

Der Steinpilz kann eingefroren werden. Dazu sollte er küchenfertig geputzt sein und in Scheiben oder Stücke geschnitten werden. Nun einfach gut verpackt in das Eisfach legen und innerhalb der nächsten 6 Monate aufbrauchen. Wenn man ihn zubereiten möchte, sollte er gefroren in die Pfanne gelegt werden, damit er nicht matschig wird.

Trocknen

Der Steinpilz lässt sich auch gut trocknen. Dazu muss er geputzt und in dünne Scheiben geschnitten werden. Nun legt man die Scheiben einzeln auf ein Brettchen und stellt dieses am besten auf die Heizung. Innerhalb von maximal zwei Tagen sollte der Pilz trocken sein. Länger darf es nicht dauern, damit er nicht währenddessen vergammelt. Generell gilt: Vergammelte Pilze dürfen nicht gegessen werden, da sie sonst zu einer Pilzvergiftung führen können.

 

Ein Kommentar zu 'Tipps zum Steinpilze sammeln im Herbst'

Die Kommentare per RSS abonnieren

  1. Kresimir sagte,

    am 29. August 2013 um 6:46 am Uhr

    Man sollte als unerfahrener Sammler niemals alleine Pilze suchen.
    Manchmal sind die Unterschiede zwischen harmlosen und giftigen Pilzen für Laien nicht erkennbar.
    Das kann mitunter gefährlich werden.
    Grüße




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