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Betrug bei eBay-Kleinanzeigen erkennen

Abgelegt unter Tipps & Tricks by Redaktion am 20. März 2012

eBay-KleinanzeigenDas Kleinanzeigenportal von eBay erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das Einstellen von Kleinanzeigen ist grundsätzlich kostenlos und macht eBay-Kleinanzeigen somit für private Verkäufer deutlich attraktiver als das klassische Auktionshaus von eBay. Wo allerdings viele Privatleute sind, wittern auch Abzocker ihr Geschäft. An diversen Stellen kann man von Betrügereien lesen, die über eBay-Kleinanzeigen gestartet werden. In einem beispielhaften Falle, der hier aufgegriffen wird, soll erläutert werden, wie man Betrug bei den eBay-Kleinanzeigen erkennen kann.

Nicht immer ist es der Käufer, der übers Ohr gehauen wird. Nein, auch als Verkäufer kann man Opfer von Betrügern werden. Bei eBay-Kleinanzeigen passiert dies auf nachfolgend beschriebenem Weg. Als nichtsahnender Verkäufer stellt man eine Anzeige auf Kleinanzeigenportal von eBay ein. Wenig später meldet sich dann ein vermeintlicher Interessent per E-Mail:

Steht dieser Artikel noch zum Verkauf? Können Sie mir in Englisch zurück schreiben?

Als Verkäufer ahnt man an dieser Stelle noch nichts Böses. Wenn allerdings eine solche E-Mail im Postfach landet, kann man diese getrost löschen und die Anfrage ignorieren. Denn erstens wird sich ein Käufer nicht so allgemein melden, sondern gezielt zum Produkt eine Anfrage machen, und zweitens sollte er auch eine deutsche Antwort lesen können, wenn er schon auf Deutsch eine Anfrage verschickt.

Aber weiter im Text: Antwortet man auf die E-Mail, suggeriert der Käufer sein Interesse an dem Produkt. Nach der Klärung der Zahlungsdetails einigt man sich auf eine Überweisung. Wenig später meldet sich dann die „Bank“ des Käufers und will die Sendungsnummer des Paketes haben, bevor die Zahlung durchgeführt wird. Als Verkäufer könnte man zunächst denken, alles wäre in Ordnung, denn der Käufer will sich über diesen Weg nur absichern. Aber weit gefehlt.

Text eines Betrugsopfers

Nach dem Abschicken des Produkts und dem Übermitteln der Sendungsnummer kommt eine weitere E-Mail der vermeintlichen Bank. Sie könne die Zahlung nicht durchführen, da der Betrag zu gering ist. In dem bekannten Fall war es ein Verkauf für 30 Euro. Die Bank bzw. der Betrüger gaukelt vor, dass erst ab 100 Euro eine Zahlung nach Deutschland veranlasst werden könnte. Dies könnte man jedoch leicht machen, indem die Bank 130 Euro überweist. Im Gegenzug müsse man allerdings 100 Euro an die Bank bezahlen, natürlich zuvor! Spätestens hier sollten alle Alarmglocken klingeln, denn wozu sollte man als Verkäufer noch per Vorkasse Geld bezahlen? Zumal die 100 Euro noch per Western Union überwiesen werden sollten.

Deshalb als Tipp für alle Verkäufer, die bei eBay-Kleinanzeigen aktiv sind:

  1. Käufer per Vorkasse bezahlen lassen und die Sendung nicht im Vorfeld abschicken.
  2. Noch sicherer für beide Seiten: Verkäufe nur mit persönlicher Übergabe und Barzahlung abwickeln.
  3. E-Mails einer Bank des Käufers ignorieren. Keine seriöse Bank wickelt vertrauliche Transaktionen per E-Mail ab.
  4. Keine Anzahlungen und Kosten für Überweisungen oder Zoll übernehmen.
  5. Bei Verkäufen ins Ausland vorsichtig sein.
  6. Anfragen ignorieren, die zu allgemein gehalten sind.

Weitere Sicherheitshinweise finden sich auch bei eBay-Kleinanzeigen. Dort werden als zusätzliche Erkennungsmerkmale für Betrug folgende Tipps gegeben: Verweigerung eines persönlichen Treffens, oder Nutzung eines Treuhandservices wie Western Union bzw. Zahlung durch Scheck.

Tipps, um Betrug bei eBay-Kleinanzeigen zu erkennen

Grundsätzlich sollte natürlich auch klar sein, dass eBay-Kleinanzeigen als lokales Anzeigenportal gedacht ist, und nicht als Ersatz zum klassischen eBay. Daher sollte man auch nur Dinge in der Region verkaufen bzw. kaufen, wo man auch wohnt. Anfragen aus dem Ausland sind daher immer kritisch zu sehen und Verkäufe auf dem Postweg sollten vermieden werden.

 

Ein Kommentar zu 'Betrug bei eBay-Kleinanzeigen erkennen'

Die Kommentare per RSS abonnieren

  1. Tom sagte,

    am 17. Juni 2013 um 12:32 pm Uhr

    Ist tatsächlich so, wo viel Geld ist, sind immer viele Abzocker. Und obwohl ja immer wieder über diese Fälle berichtet wird, lassen sich die Gauner immer wieder was neues einfallen, um bei ebay die Leute übers Ohr zu hauen.




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